Dienstag, 8. November 2011

PPP – „Parker“, „Peñin“ oder doch der „Persönliche Geschmack“

Wer sich heutzutage etwas genauer mit dem Thema Wein beschäftigt, ist sicherlich schon mal über die Verkostungsnotizen und Bewertungen des berühmten Robert Parker Jr. aus den USA gestoßen. Wie könnte man daran auch vorbeikommen, ist doch gerade die Internetwelt voll davon. Kaum ein Online-Shop, der darauf verzichtet, die Meinung des ehemaligen Anwalts aus Baltimore anzupreisen - natürlich nur wenn diese positiv ist. Sein 100-Punkte Bewertungssystem wurde z.B. auch von José Peñin, der als wichtigster und einflussreichster Weinkritiker Spaniens gilt, übernommen.

Natürlich sind manchen von uns diese Bewertungen eine große Hilfe bei der Auswahl unserer Weine. Aber können wir uns denn auf den guten Geschmack dieser Kritiker verlassen? Über diesen lässt sich ja bekanntlich streiten. Fakt ist, dass unser Geschmack nicht zwangsläufig der eines berühmten und einflussreichen Weinkritikers ist. So wird auch Robert Parker immer wieder für seine klar definierte Geschmackslinie kritisiert. Andererseits habe ich noch nie einen miserablen 100-Punkte-Wein getrunken. Im Gegenteil, alle waren exzellente und unvergleichliche Weine auf höchstem Niveau. Die Bewertungen sind meiner Meinung nach ein hilfreiches Tool um das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Weins einschätzen zu können. Hoch bewertete Weine sind qualitativ sicher nicht schlecht, ob sie dann unseren Erwartungen entsprechen ist eine andere Frage. In letzter Instanz sollten wir unseren eigenen Geschmack entscheiden lassen, denn darauf kommt es doch an...Der Wein muss einfach gut schmecken! Salut!


Bildquelle: wineindia.in

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