Donnerstag, 9. Juni 2011

Pro BIO

Quelle: www.della-donna.de
Ich bin der festen Meinung, dass man sich über das was man isst und trinkt, Gedanken machen sollte - und zwar gründlich!
Ich bin ein „Fan“ von organisch bzw. biologisch hergestellten Weinen. Für mich ist es vollkommen logisch, dass man überhaupt nur von einem gesunden und lebendigen Boden Weine machen kann, die etwas widerspiegeln. Was möchte man denn bei einem Chemie verseuchten, „toten“ Boden widerspiegeln? Mal abgesehen davon, dass mir einige Winzer schon erklärt haben, dass dieser organische Weinbau außerdem günstiger sein kann, weil man eben diese Chemie spart...
Wenn man ordentlich im Weinberg gearbeitet und gesundes Lesegut in den Keller gebracht hat, kann man auch auf Filtration verzichten. Es dauert etwas länger, aber der Wein klärt sich durchaus von alleine (durch Absetzen).
Bei der Hefezugabe fangen „die Geister“ an, sich zu streiten. Ist es überhaupt möglich, einen Wein ohne Zugabe von Hefen zu vergären? Darauf habe ich von wissenschaftlicher Seite und von Önologen unterschiedliche Antworten erhalten… Auf der Beerenhaut sitzen natürliche Hefen und der Wein fängt ohne Zugabe von weiteren Hefen an zu vergären, die Gärung muss aber häufig zu einem späteren Zeitpunkt noch mal durch eine gewisse Zugabe an Hefen „angekurbelt“ werden. Wenn man die „richtigen“ natürlichen Hefen im Weinberg hat, soll eine Gärung ohne weiteren Zusatz möglich sein – auch mit einem angenehmen Aromenvorkommen im späteren Wein.
Beim biologischen Weinbau ist handwerkliches Können unabdingbar, denn man muss auf viele „Korrekturmöglichkeiten“ des konventionellen Weinbaus verzichten. Das heißt natürlich nicht, dass der Wein automatisch schmeckt. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Grundsätzlich kann man vielleicht sagen, dass die Zielsetzung meist eine andere ist. Das Terroir soll im Wein zum Ausdruck kommen. Hier ist zum Beispiel Mineralität ein Stichwort. Das Geschmacksbild entspricht nicht unbedingt der Masse der Konsumenten, die einfach nur ein Fruchtaroma erkennen möchten und von denen Struktur (Tannin, Säure) im Wein sogar oft als unangenehm empfunden wird.
Momentan entwickelt sich BIO in der Weinwelt zum absoluten Trend. Darüber bin ich froh, denn auch wenn gerade in verschiedenen Lebensbereichen mit ungeschützten Begriffen wie „Nachhaltigkeit“ um sich geworfen wird, ist das „Bio-Klischee“ etwas aufgebrochen und viele haben ihre generelle Abneigung und Vorurteile abgelegt und PROBIEREN zumindest einmal! Es gibt die geschützten Begriffe, bzw. Siegel auch beim Wein, wobei unterschiedliche Vereinigungen unterschiedliche Richtlinien und Regeln haben. Deshalb kommt man nicht darum herum, sich zu informieren – wie bei allen anderen Lebensmitteln auch. Aber das ist es mir wirklich wert!

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