Montag, 27. Juni 2011

Der Fast-Food-Sommelier


thevreelandclinic.files.wordpress.com
Der Begriff Sommelier hat sich ja leider weitgehend inflationalisiert. Es gibt Bier-Sommeliers, Wasser-Sommeliers, Käse-Sommeliers... Das stört mich allerdings weniger, da es sich hier um Lebensmittel handelt, bei denen es große Qualitätsunterschiede gibt und bei denen ein ausreichendes Wissen tatsächlich zu erhöhtem Genuss beitragen kann.
Ein Ausschnitt aus einer amerikanischen Sendung hingegen regte mich auf, weil dort ein ausgemachter Weinexperte von einem amerikanischen Gourmet-Portal einer bekannten Weinzeitschrift die „ultimativen“ Weinempfehlungen zu qualitativ stark minderwertigen Lebensmitteln abgab, die viele Amerikaner gerne vor dem Fernseher essen. Der „optimale“ Wein zu Nüssen, gesalzenem Popkorn, Nachos mit Käsepampe und scharfen Jalapeños sowie intensiv süßem Zuckerzeug!

Montag, 20. Juni 2011

Was wir Frauen wollen...

In einer bekannten spanischen Zeitung stolperte ich über folgende Zeile „Frauen bevorzugen Rotwein“. Solche Verallgemeinerungen finde ich immer interessant.
Diese Studie ist ganz aktuell und wurde zwischen März und April 2011 gemacht. Die befragten Frauen kamen aus Frankreich, England, Deutschland, Amerika und Hong Kong. Mal abgesehen von der lustigen „Mischung“ wurden insgesamt (nur) 10.492 Frauen befragt. Ich frage mich, wie repräsentativ das wohl sein kann? Immerhin hat eine ähnliche Studie in Spanien das gleiche Ergebnis gebracht: 6 von 10 spanischen Frauen ziehen demnach Rotwein dem Weißwein und Rosé vor. Genug Grund, mal eine eigene Befragung zu starten...

Donnerstag, 9. Juni 2011

Pro BIO

Quelle: www.della-donna.de
Ich bin der festen Meinung, dass man sich über das was man isst und trinkt, Gedanken machen sollte - und zwar gründlich!
Ich bin ein „Fan“ von organisch bzw. biologisch hergestellten Weinen. Für mich ist es vollkommen logisch, dass man überhaupt nur von einem gesunden und lebendigen Boden Weine machen kann, die etwas widerspiegeln. Was möchte man denn bei einem Chemie verseuchten, „toten“ Boden widerspiegeln? Mal abgesehen davon, dass mir einige Winzer schon erklärt haben, dass dieser organische Weinbau außerdem günstiger sein kann, weil man eben diese Chemie spart...

Freitag, 3. Juni 2011

Hilferuf für die Region Bierzo

Quelle: www.redmuseosdelvino.es
Die Region Bierzo im Nordwesten von Spanien war bis vor Kurzem noch eine unbekanntere Region der vielen verschiedenen Herkunftsgebiete (mittlerweile 70!) für Weine in Spanien. Doch die internationale Weinwelt ist aufmerksam geworden auf die eigenständigen weißen und roten Weine aus den eigenständigen Rebsorten Godello und Mencia. In der Tat gibt es hier ein großes Potenzial für gute und außergewöhnliche Weine.
Das Ganze vermittelte mir eine richtige Aufbruchstimmung und somit ein Gefühl von blühender Zukunft für diese Region. Deshalb war ich umso erstaunter, als mir der Winzer Ginés Fernández López, Winzer und Eigentümer von Bodegas y Viñedos Gancedo, im Gespräch ein anderes Bild von der Situation beschrieben hat. 
Seine großartigen Weine entstehen in alten Weinbergen und in Buscherziehung. Alles muss per Hand gemacht werden und der Kilopreis für die Trauben ist sehr niedrig. Die Arbeit ist somit schlecht bezahlt und teilweise unrentabel und viele Kinder der jetztigen Winzer haben kein Interesse daran, die Arbeit ihrer Eltern fortzuführen. So geht es auch Ginés und seiner Frau, deren Sohn diese Knochenarbeit nicht weitermachen möchte.
Deshalb mein Aufruf: trinkt mehr Bierzo! Die kleinen Bodegas müssen erhalten bleiben, weil wir eigenständige und spannende Weine lieben!

Rot- und Weißweine aus dem Bierzo gibt es bei www.vinogusta.com


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