Montag, 16. Mai 2011

DO Arlanza im Schatten der DO Ribera del Duero

Quelle: http://fotomilk.com
Die DO Arlanza ist klein und „unerschlossen“ und befindet sich in der Provinz Burgos. Mit seinen 450 ha Rebfläche gehört es zu den kleinsten Weinanbaugebieten Spaniens. Die hügelige und zum Teil bergige Weinregion (800-1200m üNN) liegt nördlich der DO Ribera del Duero und ist dem berühmten Nachbarn in klimatischer und geographischer Hinsicht äußerst ähnlich...
Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte man auch in der Region Ribera del Duero die Weingüter noch an den Fingern abzählen, und als das Potenzial der Weine durch hohe Bewertungen von der Weinwelt entdeckt wurde, ist die Zahl der Weingüter auf heute über 250 angewachsen, mit einem mehr als 20.000 ha großen Rebenmeer. Unglaublich. 
Dagegen schlummert die DO Arlanza mit ihren 15 Weingütern noch einen Dornröschenschlaf. Die wichtigste und meistangebaute Rebsorte ist die Tempranillo-Traube (88,5% der Rebfläche), hier Tinta del País genannt. Die zu erwähnenden, selten anzutreffenden weißen Rebsorten sind Viura und Albillo. Die große Anzahl an alten und gut gepflegten Rebstöcken verspicht konzentrierte Weine mit Potenzial.
Apropo: die Rotweine aus der Rebsorte Tempranillo haben auch eine gewisse Ähnlichkeit mit denen aus der bekannten Nachbarregion. Ein Unterschied sind die zarteren Tannine oder anders gesagt: sie besitzen oft nicht eine ganz so gute Struktur. Allerdings zeichnen sich die Arlanza-Rotweine durch ein besseres Aroma aus und sie können eine sehr gute Säurestruktur aufweisen, wenn die Trauben aus den höhergelegenen Weingärten stammen.
Das klingt nach einem Empfehlungsschreiben für Investitionen, oder? In Spanien gibt es eben immer noch so viel zu entdecken!

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